Diskussion am Runden Tisch - Widerstand gegen die Staatsgewalt in der Sowjetunion und der DDR: Erfahrung, Erinnerung, Erlösung.

1949 ist die Deutsche Demokratische Republik (DDR) entstanden. Im Laufe ihrer ganzen Existenz – bis zur Herstellung der Deutschen Einheit im Jahre 1990 – stand sie faktisch unter der Kontrolle der UdSSR. Sowjetische repressive Regierungsmethoden, physische Vernichtung und Verfolgung von Menschen, die dem Regime in Gedanken, mit Taten oder gar mit ihrer bloßen Existenz entgegenstanden, “Säuberungen" auf den Arbeitsplätzen und vieles mehr führten zu zahlreichen Opfern. Viele Menschen wurden stark eingeschüchtert, was sie zu stummen Opfern oder gleichgültigen Zuschauern machte. Es gab aber auch Menschen, die dem Übel des Systems widerstrebten und Kräfte fanden, gegen seine Verlogenheit, Repressionsmethoden und seine Gewalt Widerstand zu leisten. Das blutbefleckte vergangene Jahrhundert hat der Welt auch eine neue Facette des Widerstandes eröffnet – die des geistlichen Widerstandes von Mutter Maria (Skobtsowa), Dietrich Bonhoeffer sowie von Tausenden von Neumärtyrern des 20. Jahrhunderts.

Im Fokus dieses Runden Tisches stehen persönliche Erinnerungen von Menschen, die wegen ihres Widerstandes die repressiven Methoden des Regimes sowie Erfahrungen des geistlichen Widerstands des 20. Jahrhunderts hautnah erlebten.

 

Teilnehmer am Runden Tisch:

  • Mihail Rahr, Priester russisch-orthodoxer Kirche, Weimar-Jena

  • Sebastian Neuß, Superintendent Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Jena

  • Pfarrer Christian Dietrich, vormals Beauftragter der Landesregierung für die Unterlagen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

  • Hans-Werner Martín, Ministerialrat i.R.

  • Frank Rub, Steinbildhauer

  • Dr.Rüdiger Grunow, Schriftsteller

  • Dr. Lidia Kroschkina, Dr. der Kulturwissenschaften, M.A. in Theologie, Hochschuldozent an der RGGU und SFI (Moskau)

  • Xenia Tswetkowa, M.A. in Theologie, Bonhoeffer-Forscherin (Russland)

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